Drie ambulances op een grasveld

Katastrophen und große Unfällen

Bei Katastrophen und große Unfällen werden manchmal mehr Rettungswagen, Krankenhausbetten und Feuerwehrwagen benötigt als der betroffenen Region selbst zur Verfügung stehen. In solchen Fällen ist es üblich, dass die Nachbarregionen Hilfe leisten. Im Gebiet der EMRIC-Zusammenarbeit  sind die ausländischen Nachbarregionen häufig näher und schneller vor Ort als die inländischen Nachbarn. Das gilt insbesondere für Süd-Limburg, das nur 6 km Grenze mit Mittel-Limburg hat, aber auch für andere Gebiete in der Euregio Maas-Rhein ist die grenzüberschreitende Nachbarschaftshilfe eine gute Ergänzung der eigenen Möglichkeiten.

EMRIC ermöglicht Zusammenarbeit

„Gute Nachbarn helfen einander – gerade in schwierigen Zeiten“

Dank der EMRIC-Zusammenarbeit können sich die Rettungsdienste der drei Länder trotz ihrer Unterschiede auch bei Großereignissen schnell und gut gegenseitig unterstützen. Es gibt klare Absprachen (z.B. über Verträge), wie diese Hilfe über die Grenze hinweg geleistet wird. So kann eine Feuerwehr, ein Rettungswagen oder eine spezielle Ausrüstung schnell dorthin entsandt werden, wo sie gebraucht werden - auch wenn es in einem Nachbarland ist. Dies erhöht die Notfallkapazitäten um ein Vielfaches.

Vereinbarungen und Verfahren

Mit Hilfe von Schlüsselwörtern, die in den drei Sprachen der Euregio Maas-Rhein leicht auszusprechen und zu verstehen sind, wird die Hilfe der benachbarten Hilfsdienste angefordert. In den Plänen ist auch festgelegt, wo die ausländischen Einsatzkräfte empfangen werden, wer sie vor Ort koordiniert und wie der Einsatz abläuft. Bei Eumed ist auch bekannt, in welche Krankenhäuser die Patienten transportiert werden können und wie die Patientenregistrierung erfolgt.

Neben der Brandbekämpfung und der medizinischen Hilfe gibt es im Rahmen von EMRIC auch Vereinbarungen über technische Hilfe und Unterstützung bei Vorfällen mit gefährlichen Stoffen wie chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Stoffen (CBRN-Vorfälle).

 

Brandweerwagens

Lernen und verbessern

Bei Katastrophen, schweren Unfällen und Krisen ist der Informationsaustausch ebenfalls von größter Bedeutung. Auch hier sind im Rahmen von EMRIC Vereinbarungen im euregionalen Informationsaustauschplan getroffen worden. Eine erste Meldung erfolgt über die Webanwendung der Leitstellen. Die Dienststellen können dann den Vorfall über die nationalen oder lokalen Krisenmanagementsysteme (LCMS, Paragon) verfolgen.

Die Fokusgruppe Krisenmanagement und Katastrophenhilfe (C&R) erörtert die oben genannten und neue Themen wie Risikokommunikation, Krisenkommunikation, gemeinsame Risikobewertung und gemeinsame Evaluierung nach einem gemeinsamen Einsatz, an dem mehrere EMRIC-Partner beteiligt waren. Falls erforderlich, werden zusätzliche Absprachen getroffen.

Berichte und Geschichten

Im Gespräch mit dem EMRIC-Vorsitzenden Andreas Dovern

„Vertrauen entsteht nicht erst in der Krise, sondern lange davor.“ Für den EMRIC-Vorsitzenden Andreas Dovern bringt dieser Satz auf den Punkt, worauf es bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit...

Netzwerktag Arbeitsgruppe Naturbrände

Vor einiger Zeit war die Arbeitsgruppe Naturbrände zu Gast in der StädteRegion Aachen in Simmerath. Spannende Beiträge zum Hawkeye-Projekt, aktuellen Entwicklungen in Europa und Einsatzkonzepten...