Projekte
Innerhalb von EMRIC gibt es nicht nur eine tägliche Zusammenarbeit bei der operativen Unterstützung, sondern auch bei innovativen Projekten, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken. Hierfür werden die Fördermöglichkeiten der Interreg Euregio Maas-Rhein genutzt. Durch diese Projekte werden konkrete Verbesserungen erarbeitet, zum Beispiel im Bereich des Krisenmanagements und der Gesundheit. Auf dieser Seite können Sie mehr über einige der Initiativen lesen, die zeigen, wie EMRIC mit verschiedenen Partnern für eine sicherere Euroregion zusammenarbeitet.
EMRIC selbst wurde vor etwa 10 Jahren im Anschluss an zwei von Interreg finanzierte Projekte, nämlich Emric und Emric+, gegründet.
EurocAIre
Intelligentere medizinische Notfallversorgung in lebensbedrohlichen Situationen in der Maas-Rhein-Region
Das von der Europäischen Union kofinanzierte Interreg-Projekt zielt darauf ab einen intelligenten Software-Prototyp zu entwickeln und zu testen, der den Einsatz von Ressourcen der Rettungsdienste (z. B. Rettungswagen) im Grenzgebiet der Maas-Rhein-Region verbessert. Unter Einsatz moderner Technologien wird das Projekt untersuchen, wie Rettungsdienste derzeit arbeiten und wie dies verbessert werden kann, beispielsweise durch schnellere Reaktionszeiten, bessere Ankunftszeiten und eine größere Abdeckung des Gebiets. Diese Faktoren werden sowohl vor als auch nach dem Test gemessen. Die Software wird den Leitstellen helfen, Ressourcen effizienter zu teilen und einzusetzen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Ländern zu stärken. Zudem werden praktische Empfehlungen für die Zukunft ausgesprochen.
Ein zentrales Ziel ist es, die Koordination zu verbessern und Kommunikationsprobleme zwischen Rettungsdiensten verschiedener Länder zu lösen. Dazu nutzen wir ein Transkriptionstool, das Live-Übersetzungen ermöglicht. Wir bewerten die Auswirkungen, indem wir die Erfahrungen von Rettungskräften, die zuvor mit Kommunikationsproblemen konfrontiert waren, mit ihren Erfahrungen nach der Nutzung des Tools vergleichen.
Leitstellen beteiligen sich an der Entwicklung und Erprobung der Software und arbeiten mit kleinen und mittleren Unternehmen zusammen. Digitale Innovationen und gezielte Schulungen ermöglichen es ihnen, ihre Arbeit effektiver zu erledigen. Verbesserungen bei der Abdeckung und den Reaktionszeiten werden durch eine Simulation als Proof of Concept demonstriert.
Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website des Projekts: EURO-cAIre
Hawkeye
Das Projekt HAWKEYE ist eine Weiterführung der Erkenntnisse aus dem Projekt MARHETAK. Das Nationale Krisenzentrum Belgiens und gleichzeitig Hersteller von Paragon ist federführender Partner im Namen eines Konsortiums von acht Partnern in Belgien, den Niederlanden und Deutschland.
Das Projekt HAWKEYE arbeitet an einer weiteren Verbindung zwischen Krisenmanagementsystemen. Die Verbindung mit dem niederländischen LCMS (Landelijk Crisis Management Systeem) wird verfestigt, und es wird eine deutsche Version von Paragon erstellt. Der EMRIC-Partner Feuerwehr & Rettungsdienst Stadt Aachen (DE) will Paragon nach Projektende als eigenes Krisenmanagementsystem nutzen. Darüber hinaus untersuchen EMRIC und ITEM die Auswirkungen des Klimawandels auf die Grenzregion und die diesbezüglich zu ergreifenden Maßnahmen. Auch die Themen Bürgerbeteiligung und Selbsthilfefähigkeit werden untersucht. Außerdem konzentriert sich HAWKEYE auf die Früherkennung von Waldbränden. Dabei wird ein Erkennungsnetz aus Sensoren und/oder Kameras eingesetzt und die Informationen werden in Paragon verarbeitet. Von dort aus werden Drohnen für eine präzise Bildgebung gesteuert, und es können Löschmaßnahmen bestimmt und koordiniert werden.
Das Projekt HAWKEYE wird von der Europäischen Union und dem Programm Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE) mit einem Beitrag von 2.997.865 € unterstützt.
Das Projekt wird mit einem Beitrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der Région Wallonne (BE) und der Provinz Limburg (NL) kofinanziert.
Partner:
- Hilfeleistungszone Noord Limburg (BE)
- Hilfeleistungszone 5 WAL (BE)
- Hilfeleistungszone der Deutschsprachigen Gemeinschaft (BE)
- EMRIC, rechtlich vertreten durch die Sicherheitsregion Südlimburg (NL)
- Nederlands Instituut Publieke Veiligheid (NL)
- Institute for Transnational and Euregional cross border cooperation and Mobility (ITEM) (NL)
- Feuerwehr & Rettungsdienst Stadt Aachen (DE).
Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts
Marhetak
Verbesserung der euregionalen Zusammenarbeit in Zeiten von Hochwasser
Ziel des Marhetak-Projekts ist es, die Zusammenarbeit zwischen den euregionalen Diensten, die rechtlich für das Krisenmanagement zuständig sind, und den Wetter-, Wasser- und Bodendiensten im Falle einer Hochwasserkrise zu stärken.
Die Veiligheidsregio Zuid-Limburg in Form von EMRIC, der öffentliche Dienst der Wallonie, der föderale öffentliche Dienst Inneres Belgien und der Wasserverband Limburg werden daran arbeiten, die Bilder der Vorhersagen anzugleichen, eine einheitliche Informationsbereitstellung zu erleichtern, Datenquellen zu verknüpfen, Risikobewertungen und Krisenkommunikation zu harmonisieren. Schließlich wird die Notfallausrüstung inventarisiert und bei Bedarf ergänzt. Das Projekt wurde am 12. Dezember 2023 mit einer Live-Übung zum besseren Krisenmanagement in der Euregio Maas-Rhein abgeschlossen.
Weitere Informationen auf der Website von MARHETAK.
Dieses Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg V-A Euregio Maas-Rhein mit 1.908.003,55 Euro vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung der Europäischen Union unterstützt.
Pandemric
Untersucht den Nutzen der euregionalen Zusammenarbeit im Falle einer Pandemie oder eines großflächigen Ausbruchs einer Infektionskrankheit.
PANDEMRIC ist eine Verschmelzung der Begriffe Pandemie und EMRIC. PANDEMRIC unterstützt EMRIC bei ihrer Arbeit in der COVID-Krise.
Am Anfang des COVID-19-Ausbruchs wurde bald klar, dass die Krisenpolitik oft auf nationaler Ebene umgesetzt wurde. Bestehende euregionale Netzwerke wurden mehr oder weniger außer Kraft gesetzt. Die Diskoordination zwischen den Ländern verursachte zahlreiche Engpässe in den Grenzregionen, die sich für die Bürger in der Euregio Maas-Rhein (EMR) als nachteilig erwiesen. PANDEMRIC konzentriert sich daher auf die Förderung der euregionalen Zusammenarbeit im Falle einer Pandemie oder eines großflächigen Ausbruchs einer Infektionskrankheit.
Weitere Informationen auf der PANDEMRIC-Website.
Das Pandemric-Projekt wurde im Zeitraum von März 2020 bis zum 31. August 2021 durchgeführt.
Berichte und Geschichten

Im Gespräch mit dem EMRIC-Vorsitzenden Andreas Dovern
„Vertrauen entsteht nicht erst in der Krise, sondern lange davor.“ Für den EMRIC-Vorsitzenden Andreas Dovern bringt dieser Satz auf den Punkt, worauf es bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit...

EMRIC-Partner lernen bei Praxisübungen das CoPI-Koordinierungsverfahren kennen
Am 9., 10. und 11. Juni fanden in der Region Parkstad in Süd-Limburg die CoPI-Praxisübungen statt.

Netzwerktag Arbeitsgruppe Naturbrände
Vor einiger Zeit war die Arbeitsgruppe Naturbrände zu Gast in der StädteRegion Aachen in Simmerath. Spannende Beiträge zum Hawkeye-Projekt, aktuellen Entwicklungen in Europa und Einsatzkonzepten...